Betr.: Geplante Kampfhunde-Verordnung
Liebe Heide,
lieber Ekkehard,
ich verfolge seit geraumer Zeit die diversen Diskussionen rund um das
sogenannte Kampfhunde-Thema.
Mit Sorge stelle ich dabei fest, dass populistische Aktivitäten
den Sachverstand von Experten immer mehr überlagern. In Bayern und
einigen Rathäusern mag diese Art von Politik üblich sein. Dass
nun jedoch ausgerechnet aus einer SPD-geführten Landesregierung ein
Vorstoss für eine bundesweite Regelung nach bayerischem Muster unternommen
wird, enttäuscht mich sehr.
Bereits als Kommunalpolitiker bin ich verpflichtet, auf den Rat von
Sachverständigen zu hören und dann notfalls Entscheidungen zu
treffen, die zwar nicht sehr öffentlichkeitswirksam, dafür aber
richtig sind. Das ähnliche erwarte ich von einer Landesregierung.
Dem Innenministerium liegen nach meinem Kenntnisstand verschiedene
Gutachten und Expertenmeinungen vor, die auf den falschen Ansatz der derzeitigen
Vorlage mehr als deutlich hinweisen.
Selbst mir als Kampfhunde-Laien ist die Logik nicht entgangen, nach
der durch Regulierungen von namentlich genannten Rassen das (unbestritten
vorhandene) Problem nicht gelöst werden kann.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Landesregierung in Niedersachsen
zu diesem Punkt offensichtlich eine differenziertere Einstellung hat. Ich
möchte auch Euch bitten, Eure diesbezügliche Position, trotz
Wahlkampf, zu überdenken.
Euer
1. Vorsitzender
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